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Neue Recherche: Die ersten Krupp-Dieselmotoren 1897-1899,  Teil 2

finden Sie seit dem 5. August 2017 in der Kategorie

"Dieselmotoren-Historikforschung"


In Vorbereitung:

Der nächste Artikel wird Anfang September in der Unterseite "Dieselmotoren-Historikforschung" dieser Website veröffentlicht.

 


Liebe Besucher

Herzlich willkommen

auf dieser im Frühjahr 2017 entstandenen Website „Dieselmotoren-Historik“, die die Geschichte der frühen Dieselmotoren ab 1893 behandelt; 1893 war das Jahr, in dem der Erfinder Rudolf Diesel begann, zusammen mit der damaligen Maschinenfabrik Augsburg (heute MAN Diesel & Turbo SE) und dem Unternehmen Fried. Krupp in Essen den ersten Versuchs-Dieselmotor zu konstruieren und zu testen. Der Zeitraum, den diese Seite abdeckt, reicht von 1893 bis etwa 1925 bis 1930.

Dieselmotor für einen Traktor. Dieselmotoren für PKWs, LKWs, landwirtschaftliche Fahrzeuge und Busse gab es erst ab 1922/23
Kleinere Dieselmotoren für PKWs, LKWs, landwirtschaftliche Fahrzeuge und Busse gab es erst ab 1922/23. 1922 absolvierte ein Peugeot die erste PKW-Langstreckenfahrt Paris-Bordeaux-Paris. Im Bild ein Dieselmotor eines Traktors. Bildquelle: pixabay.com

Auch wenn in dieser werbefreien Seite auch kleinere (historische) Dieselmotoren behandelt werden, so liegt der Fokus doch mehr bei den Großdieselmotoren, mit denen ich beruflich 40 Jahre lang bei der heutigen MAN Diesel & Turbo zu tun hatte. Denn schnelllaufende Klein-Dieselmotoren für PKWs, Lokomotiven und Nutzfahrzeuge aller Art erreichten erst rund 30 Jahre später die Betriebsreife. Ihre technische Entwicklung ist außerdem durch eine Reihe von Fachbüchern und zahlreiche Fachzeitschriften-Veröffentlichungen gut abgedeckt. Im Gegensatz dazu ist die Dokumentationslage der frühen „Ur-Dieselmotoren“ noch heute leider äußerst spärlich. Zahlreiche Fabriken im In- und Ausland erwarben von Rudolf Diesel, der Maschinenfabrik Augsburg und von Fried. Krupp in Essen Lizenzen und begannen 1897/98 mit dem Serienbau von Dieselmotoren. Doch die Betriebserfahrungen mit ihnen waren zunächst oft so schlecht, dass die enttäuschten Käufer die Motoren zurückgaben und entweder wieder Dampfmaschinen anschafften oder Schadensersatz oder Austausch forderten. Die „Dieselsache“ befand sich in einer außerordentlich schweren Krise, die um 1898-1900 nur durch das Durchhaltevermögen und den beträchtlichen Kapitaleinsatz von Heinrich Buz, dem Generaldirektor der MAN (im Dezember 1898 erfolgte die Fusion der Maschinenfabrik Augsburg mit der Nürnberger Maschinenbau-Actien-Gesellschaft) überwunden werden konnte.

 

Seit den 1960er-Jahren erschien immer mal wieder eine Dokumentation oder auch die eine oder andere Buchveröffentlichung über die Geschichte des Dieselmotors. Doch heute, bis zu einem halben Jahrhundert später, besteht auf sie teilweise nur noch in Archiven und technischen Museen Zugriff. Außerdem hat sich gezeigt, dass diese Werke aus heutiger Sicht nicht immer ganz fehlerfrei sind bzw. dass etliche Aussagen mit einem mittlerweile sehr großen zeitlichen Abstand anders interpretiert werden müssen. Recherchen auf diesem Gebiet sind somit eine große Herausforderung und erfordern viel Geduld. So kommt es durchaus vor, dass das einzige Ergebnis einer eintägigen Archiv-Recherche nach langer Autobahn- oder Zugfahrt lediglich die Bestätigung einer bereits bekannten Jahreszahl ist.

Umso mehr liegt meine Motivation zur Erstellung und fortlaufenden Erweiterung dieser Website darin, dass ich versuchen möchte, möglichst viele Ergebnisse meiner langjährigen Dieselmotoren-Historikforschung einer breiten interessierten Öffentlichkeit, den Archiven und den Technischen Museen zugänglich zu machen. Es ist mir ein echtes Bedürfnis, das Wissen um die lange Geschichte des Dieselmotors zu bewahren, zu erweitern und zu ergänzen - vor allem im Blick auf die heutige junge Generation. Als selbstverständlich sehe ich es als Motoren-Historiker an, kritische Distanz zu allen vorkommenden Personen, Unternehmen und Handlungen  zu bewahren und stets neutral zu sein.

 

Der Dieselmotorenbau war in seinen Anfangsjahren ein großes finanzielles Wagnis; eine schriftliche Dokumentation für die Nachwelt nach heutigem Maßstab kannte man kaum. Viele frühe Hersteller gaben den Dieselmotorenbau sofort wieder auf, verschrotteten ihre Motoren und vernichteten Konstruktionszeichnungen, Journale, Messprotokolle und andere Aufzeichnungen, die heute historisch interessant wären. Auch durch Kriegseinwirkung gingen viele wertvolle Dokumente verloren, gerade bei Herstellern wie MAN und Krupp bzw. der Kieler Germaniawerft, die Dieselmotoren zum Antrieb von U-Booten oder anderen militärischen Schiffen bauten. Selbst Archive und Bibliotheken, wie etwa das des Deutschen Museums in München, mussten kriegsbedingt Verluste an ihren Beständen hinnehmen.

 

Natürlich hoffe ich als Initiator und als Verantwortlicher dieser frei zugänglichen Website, dass ich künftig nicht als Allein-Autor fungiere, sondern dass mir geeignete Bilder und Textbeiträge von anderen zur Verfügung gestellt werden. Beispielsweise ist die Rubrik „Museen & Sammlungen“ dazu gedacht, besonders interessante Dieselmotoren-Exponate aus Museen oder privaten Motorensammlungen vorzustellen. So mancher alte Dieselmotor aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts fristet sein Dasein in einem Museumsdepot, weil im Publikumsbereich kein Platz mehr für ihn ist. Andere Motoren lagern unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit in alten Scheunen oder Stadeln. Eine gute Chance, sie hier einem größeren Interessentenkreis vorzustellen! Eine weitere Möglichkeit der Zusammenarbeit ist die Veröffentlichung von themenbezogenenen Fragen aus dem Besucherkreis und die Antworten dazu. Die Namen der Fragesteller bleiben dabei ungenannt.

Ein Kontakt mit mir ist ausdrücklich erwünscht und jederzeit über das Kontaktformular in der Rubrik „Impressum" unten in der Fußzeile oder per Brief, Fax oder Email möglich; dort finden Sie auch meine Vita. Über Hinweise aller Art, Verbesserungs- sowie Ergänzungsvorschläge, Lob und Kritik habe ich immer ein offenes Ohr. Schließlich kann niemand ernsthaft von sich behaupten, alles zu wissen - und bei den vielen Zahlenangaben und Daten in dieser Website sind Zahlendreher ind Tippfehler schnell passiert ...

 

Die Artikel in den diversen Rubriken von www.dieselmotoren-historik.com sind so angeordnet, dass sich die, die schon länger auf der Seite sind, ganz oben stehen, die neuesten dagegen ganz unten. Um zu dem jeweils letzten, also neuesten Beitrag in einer Unterseite zu gelangen, muss also in dieser ganz heruntergescrollt werden. Einen Gesamtüberblick über alle bisher veröffentlichten Bieträge finden Sie in der Rubrik "Inhaltsverzeichnis". Die dort aufgeführten Artikel sind mit der jeweiligen Rubrik verlinkt. Sie können natürlich auch die entsprechende Rubrik in der Navigationsleiste ganz oben auf der Website anklicken.

 

Da nach meinen Beobachtungen der Anteil der Websitenbesucher über mobile Endgeräte steigt, ist www.dieselmotoren-historik.com entsprechend vorbereitet und für Handys, Smartphones, Tablets usw. optimiert. Ich vermute, dass ein Großteil der Besucher der Seite nicht mehr zu der ganz jungen Generation zählt. Dem habe ich durch eine relativ große Schrift, durch großen Zeilenabstand, Leerzeilen und großzügig eingebettete Abbildungen bewusst Rechnung getragen.

 

Besuchen Sie www.dieselmotoren-historik.com immer mal wieder, denn es werden regelmäßig neue Beiträge online gestellt. Alle älteren Artikel bleiben auf der Seite stehen.

 

 

Horst Köhler

Friedberg / Bayern

Ende März 2017